Forschungszulage: Berater Kosten

Forschungszulage Berater Kosten: Modelle im Vergleich

7 Min. Lesezeit

Marvin Vocke

Co-Founder, Grantonomy

Was kostet ein Forschungszulage-Berater? Erfolgshonorar, Stundensatz und Festpreis im Vergleich – plus worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Übersicht zum Beitrag

Forschungszulage Berater Kosten

Von Marvin Vocke, Co-Founder Grantonomy · Zuletzt aktualisiert: 9. Juni 2026

Die Kosten für einen Forschungszulage-Berater hängen vor allem vom gewählten Vergütungsmodell ab. Am Markt dominieren drei Ansätze: ein erfolgsbasiertes Honorar als Prozentsatz der ausgezahlten Zulage, ein Stundensatz beziehungsweise Zeithonorar sowie ein Festpreis. Bei einer rein erfolgsbasierten Vergütung entstehen keine Vorabkosten, weil das Honorar erst bei der tatsächlichen Auszahlung der Förderung fällig wird. Dieser Leitfaden zeigt, welche Modelle es gibt, wann sich welches lohnt und woran Sie eine seriöse Beratung erkennen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Forschungszulage ist eine gewinnunabhängige F&E-Förderung nach dem FZulG; die KMU-Förderquote beträgt 35 Prozent der förderfähigen Aufwendungen.

  • Das Verfahren ist zweistufig: erst FuE-Bescheinigung über die BSFZ, dann Festsetzung beim Finanzamt über ELSTER.

  • Beratungshonorare folgen typischerweise einem von drei Modellen: erfolgsbasiert, Stundensatz oder Festpreis.

  • Bei erfolgsbasierter Vergütung entstehen keine Vorabkosten; das Honorar fällt nur bei tatsächlicher Auszahlung an.

  • Die Förderung ist rückwirkend für mehrere Jahre und für zukünftige Jahre nutzbar.

Was kostet eine Forschungszulage-Beratung?

Einen einheitlichen Marktpreis für eine Forschungszulage-Beratung gibt es nicht. Die Kosten richten sich nach dem Vergütungsmodell, dem Umfang der Leistung und der Komplexität der Entwicklungsprojekte. Entscheidend ist deshalb weniger der absolute Honorarbetrag als der Nettoeffekt: Was bleibt nach Abzug des Honorars von der ausgezahlten Förderung übrig?

Die Forschungszulage ist eine gesetzlich geregelte, gewinnunabhängige F&E-Förderung nach dem FZulG. Wer die Grundlagen zuerst nachlesen möchte, findet sie in unserem Pillar-Überblick Was ist die Forschungszulage, der als Ausgangspunkt für dieses Themencluster dient. Für kleine und mittlere Unternehmen beträgt die Förderquote 35 Prozent der förderfähigen Aufwendungen.

Bei erfolgsbasierten Modellen bildet die tatsächlich ausgezahlte Zulage die Bezugsgröße für das Honorar. Je höher die Förderung, desto höher das Honorar, aber eben auch der verbleibende Nettobetrag. Weil die Förderung rückwirkend für mehrere Jahre und für zukünftige Jahre genutzt werden kann, summieren sich die ansetzbaren Aufwendungen oft über mehrere Geschäftsjahre. Für ab 2026 startende Vorhaben kommt zusätzlich eine pauschale Berücksichtigung von Gemein- und Betriebskosten hinzu, wodurch die effektive Förderung höher liegt.

Welche Vergütungsmodelle gibt es am Markt?

Am Markt haben sich im Wesentlichen drei Vergütungsmodelle etabliert, ergänzt um Mischformen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer das Risiko einer Ablehnung trägt und wann gezahlt wird.

Beim erfolgsbasierten Honorar wird die Vergütung als Prozentsatz der ausgezahlten Forschungszulage berechnet und fällt nur an, wenn die Förderung tatsächlich bewilligt und ausgezahlt wird. Das Stundensatz- oder Zeithonorar vergütet den tatsächlichen Aufwand unabhängig vom Ergebnis, sodass das Unternehmen das volle Risiko auch bei einer Ablehnung trägt. Beim Festpreis wird ein fixer Betrag für ein definiertes Leistungspaket vereinbart, ebenfalls erfolgsunabhängig. Mischmodelle kombinieren eine reduzierte Grundgebühr mit einem erfolgsabhängigen Anteil.

Die folgende Übersicht ordnet die Modelle ein:


Vergütungsmodell

Wie es funktioniert

Worauf Sie achten sollten

Erfolgshonorar

Prozentsatz der Zulage, Zahlung nur bei Auszahlung

Risiko liegt beim Berater, Anreize ausgerichtet

Stundensatz

Vergütung nach Aufwand, ergebnisunabhängig

Kosten auch bei Ablehnung, schwer kalkulierbar

Festpreis

Fixbetrag für ein definiertes Paket

Klarer Preis, Risiko bleibt beim Unternehmen

Mischmodell

Grundgebühr plus erfolgsabhängiger Anteil

Teil-Vorabkosten, Konditionen genau prüfen

Wann lohnt sich ein erfolgsbasiertes Modell?

Ein erfolgsbasiertes Modell lohnt sich vor allem dann, wenn ein Unternehmen das Risiko einer Ablehnung nicht selbst tragen will und Planungssicherheit braucht. Da das Honorar nur bei tatsächlicher Auszahlung anfällt, entstehen keine Vorabkosten und kein finanzielles Risiko, falls ein Antrag nicht durchgeht. Das ist besonders für Startups, Scaleups und den Mittelstand attraktiv, bei denen die Förderfähigkeit einzelner Projekte zu Beginn noch im Einzelfall zu prüfen ist.

Der zweite Vorteil ist die Ausrichtung der Anreize. Wenn die Vergütung an die Auszahlung gekoppelt ist, hat der Berater ein unmittelbares Interesse an einem belastbaren, sauber dokumentierten Antrag und kein Interesse daran, aussichtslose Vorhaben einzureichen.

„Ein erfolgsbasiertes Honorar bindet die Vergütung an das einzige Ergebnis, das für das Unternehmen zählt: die tatsächliche Auszahlung. Das diszipliniert auch die fachliche Einschätzung, weil niemand ein Interesse an aussichtslosen Anträgen hat." – Marvin Vocke, Co-Founder Grantonomy

Grantonomy arbeitet zu 100 Prozent erfolgsbasiert, die Vergütung fällt ausschließlich bei tatsächlicher Auszahlung der Förderung an. Über alle bisher eingereichten Anträge liegt die Bewilligungsquote bei 100 Prozent, die durchschnittliche Fördersumme bei rund 520.000 Euro pro Unternehmen.

Welche Leistungen sind im Honorar enthalten?

Bevor die Kosten beurteilt werden können, muss klar sein, welche Leistungen ein Honorar überhaupt abdeckt. Das Verfahren zur Forschungszulage ist zweistufig: Zuerst wird über die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) eine FuE-Bescheinigung beantragt, anschließend erfolgt die Festsetzung beim Finanzamt über ELSTER. Eine vollständige Beratung deckt beide Stufen ab, von der Vorqualifizierung über die technische Projektstrukturierung und die BSFZ-Antragstellung bis zur Dokumentation gegenüber Finanzamt und BSFZ.

Ein wichtiger Unterschied liegt im Ansatz. Eine rein steuerliche Bearbeitung konzentriert sich auf die formale Abwicklung, ein technischer Ansatz prüft zuerst, ob ein Vorhaben fachlich eine echte technische Unsicherheit und Neuartigkeit aufweist. Diese inhaltliche Tiefe entscheidet häufig über Erfolg oder Ablehnung und ist der Grund, warum viele Unternehmen die Forschungszulage unterschätzen oder einen aussichtsreichen Antrag falsch aufsetzen.

Ebenso wichtig ist die Negativabgrenzung. Nicht förderfähig sind typischerweise reine Routineentwicklung, Standardanpassungen und Tätigkeiten ohne technische Unsicherheit, etwa die bloße Implementierung bekannter Verfahren oder reine Markteinführungsaktivitäten. Förderfähig sind dagegen insbesondere Personalkosten für die eigentliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie Auftragsforschung. Welche Kosten konkret ansetzbar sind, zeigt unser Beitrag zu den förderfähigen Kosten der Forschungszulage; entscheidend ist im Einzelfall die konkrete technische Unsicherheit. Ein seriöses Honorar enthält keine Vorabzahlung gegen eine pauschale Erfolgsgarantie, denn eine solche Garantie kann es rechtlich nicht geben.

Wie erkennen Sie eine seriöse Beratung?

Eine seriöse Beratung erkennen Sie weniger am Preis als an Transparenz und fachlicher Substanz. Das Vergütungsmodell sollte klar, schriftlich und ohne versteckte Zusatzkosten geregelt sein. Vorsicht ist geboten, wenn eine pauschale Erfolgsgarantie versprochen oder eine hohe Vorabzahlung ohne erkennbare Gegenleistung verlangt wird, denn beides sind typische Warnsignale.

Das zweite Kriterium ist die technische Kompetenz. Da die Förderfähigkeit an der konkreten technischen Unsicherheit hängt, sollte die Beratung Entwicklungsprojekte aus Softwareentwicklung, KI oder Maschinenbau fachlich einordnen können und nicht nur steuerlich abwickeln. Ein nachvollziehbarer Track-Record und die Bereitschaft, das Vergütungsmodell an den tatsächlichen Erfolg zu koppeln, sind weitere belastbare Indikatoren.

Wer verschiedene Anbieter strukturiert gegenüberstellen möchte, findet eine Einordnung in unserem Beitrag Forschungszulage: Die Beratungen im Vergleich. Eine Schritt-für-Schritt-Hilfe bei der Auswahl bietet der Leitfaden zur Forschungszulagen-Beratung.

Fazit

Die Kosten für einen Forschungszulage-Berater lassen sich nicht an einem einzelnen Marktpreis festmachen, sondern am Vergütungsmodell und an den enthaltenen Leistungen. Erfolgsbasierte Modelle verlagern das Risiko auf den Berater und verursachen keine Vorabkosten, während Stundensatz und Festpreis das Risiko beim Unternehmen belassen. Entscheidend ist der Nettoeffekt nach Honorar und ob die Beratung das zweistufige Verfahren aus BSFZ-Bescheinigung und Festsetzung beim Finanzamt fachlich und end-to-end abdeckt. Für kleine und mittlere Unternehmen mit echter technischer Entwicklung ist die Forschungszulage mit einer Quote von 35 Prozent ein attraktiver Hebel; die richtige Beratung sichert vor allem, dass förderfähige Projekte sauber dokumentiert und belastbar eingereicht werden.

Häufige Fragen zu den Kosten einer Forschungszulage-Beratung

Was kostet eine Forschungszulage-Beratung im Durchschnitt?

Einen festen Durchschnittspreis gibt es nicht, da die Kosten vom Vergütungsmodell und vom Projektumfang abhängen. Bei erfolgsbasierten Modellen wird das Honorar als Prozentsatz der ausgezahlten Zulage berechnet und fällt nur bei tatsächlicher Auszahlung an. Maßgeblich ist der Nettobetrag, der nach Abzug des Honorars von der Förderung verbleibt.

Was bedeutet eine erfolgsbasierte Vergütung?

Bei einer erfolgsbasierten Vergütung zahlt das Unternehmen das Honorar ausschließlich dann, wenn die Forschungszulage bewilligt und ausgezahlt wird. Vorabkosten entstehen nicht, und das Risiko einer Ablehnung trägt der Berater. Dieses Modell richtet die Anreize von Beratung und Unternehmen auf dasselbe Ziel aus.

Lohnt sich eine Beratung gegenüber dem eigenen Steuerberater?

Das hängt vom Ansatz ab, denn die Förderfähigkeit entscheidet sich an der konkreten technischen Unsicherheit eines Projekts und nicht nur an der steuerlichen Abwicklung. Eine technisch fundierte Beratung kann Entwicklungsprojekte fachlich einordnen und dokumentieren, was bei rein steuerlicher Bearbeitung oft zu kurz kommt. Im Einzelfall ist zu prüfen, welche Kombination sinnvoll ist.

Wie hoch ist die Forschungszulage für KMU?

Für kleine und mittlere Unternehmen beträgt die Förderquote 35 Prozent der förderfähigen Aufwendungen. Die Förderung ist gewinnunabhängig und kann rückwirkend für mehrere Jahre sowie für zukünftige Jahre genutzt werden. Für ab 2026 startende Vorhaben kommt eine pauschale Berücksichtigung von Gemein- und Betriebskosten hinzu.

Wann muss ich das Honorar bei erfolgsbasierten Beratern zahlen?

Bei einem rein erfolgsbasierten Modell wird das Honorar erst nach der tatsächlichen Auszahlung der Forschungszulage fällig. Wird kein Antrag bewilligt, entstehen keine Kosten. Die genauen Zahlungsbedingungen sollten vorab schriftlich festgehalten werden.

Forschungszulage Berater Kosten

Von Marvin Vocke, Co-Founder Grantonomy · Zuletzt aktualisiert: 9. Juni 2026

Die Kosten für einen Forschungszulage-Berater hängen vor allem vom gewählten Vergütungsmodell ab. Am Markt dominieren drei Ansätze: ein erfolgsbasiertes Honorar als Prozentsatz der ausgezahlten Zulage, ein Stundensatz beziehungsweise Zeithonorar sowie ein Festpreis. Bei einer rein erfolgsbasierten Vergütung entstehen keine Vorabkosten, weil das Honorar erst bei der tatsächlichen Auszahlung der Förderung fällig wird. Dieser Leitfaden zeigt, welche Modelle es gibt, wann sich welches lohnt und woran Sie eine seriöse Beratung erkennen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Forschungszulage ist eine gewinnunabhängige F&E-Förderung nach dem FZulG; die KMU-Förderquote beträgt 35 Prozent der förderfähigen Aufwendungen.

  • Das Verfahren ist zweistufig: erst FuE-Bescheinigung über die BSFZ, dann Festsetzung beim Finanzamt über ELSTER.

  • Beratungshonorare folgen typischerweise einem von drei Modellen: erfolgsbasiert, Stundensatz oder Festpreis.

  • Bei erfolgsbasierter Vergütung entstehen keine Vorabkosten; das Honorar fällt nur bei tatsächlicher Auszahlung an.

  • Die Förderung ist rückwirkend für mehrere Jahre und für zukünftige Jahre nutzbar.

Was kostet eine Forschungszulage-Beratung?

Einen einheitlichen Marktpreis für eine Forschungszulage-Beratung gibt es nicht. Die Kosten richten sich nach dem Vergütungsmodell, dem Umfang der Leistung und der Komplexität der Entwicklungsprojekte. Entscheidend ist deshalb weniger der absolute Honorarbetrag als der Nettoeffekt: Was bleibt nach Abzug des Honorars von der ausgezahlten Förderung übrig?

Die Forschungszulage ist eine gesetzlich geregelte, gewinnunabhängige F&E-Förderung nach dem FZulG. Wer die Grundlagen zuerst nachlesen möchte, findet sie in unserem Pillar-Überblick Was ist die Forschungszulage, der als Ausgangspunkt für dieses Themencluster dient. Für kleine und mittlere Unternehmen beträgt die Förderquote 35 Prozent der förderfähigen Aufwendungen.

Bei erfolgsbasierten Modellen bildet die tatsächlich ausgezahlte Zulage die Bezugsgröße für das Honorar. Je höher die Förderung, desto höher das Honorar, aber eben auch der verbleibende Nettobetrag. Weil die Förderung rückwirkend für mehrere Jahre und für zukünftige Jahre genutzt werden kann, summieren sich die ansetzbaren Aufwendungen oft über mehrere Geschäftsjahre. Für ab 2026 startende Vorhaben kommt zusätzlich eine pauschale Berücksichtigung von Gemein- und Betriebskosten hinzu, wodurch die effektive Förderung höher liegt.

Welche Vergütungsmodelle gibt es am Markt?

Am Markt haben sich im Wesentlichen drei Vergütungsmodelle etabliert, ergänzt um Mischformen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer das Risiko einer Ablehnung trägt und wann gezahlt wird.

Beim erfolgsbasierten Honorar wird die Vergütung als Prozentsatz der ausgezahlten Forschungszulage berechnet und fällt nur an, wenn die Förderung tatsächlich bewilligt und ausgezahlt wird. Das Stundensatz- oder Zeithonorar vergütet den tatsächlichen Aufwand unabhängig vom Ergebnis, sodass das Unternehmen das volle Risiko auch bei einer Ablehnung trägt. Beim Festpreis wird ein fixer Betrag für ein definiertes Leistungspaket vereinbart, ebenfalls erfolgsunabhängig. Mischmodelle kombinieren eine reduzierte Grundgebühr mit einem erfolgsabhängigen Anteil.

Die folgende Übersicht ordnet die Modelle ein:


Vergütungsmodell

Wie es funktioniert

Worauf Sie achten sollten

Erfolgshonorar

Prozentsatz der Zulage, Zahlung nur bei Auszahlung

Risiko liegt beim Berater, Anreize ausgerichtet

Stundensatz

Vergütung nach Aufwand, ergebnisunabhängig

Kosten auch bei Ablehnung, schwer kalkulierbar

Festpreis

Fixbetrag für ein definiertes Paket

Klarer Preis, Risiko bleibt beim Unternehmen

Mischmodell

Grundgebühr plus erfolgsabhängiger Anteil

Teil-Vorabkosten, Konditionen genau prüfen

Wann lohnt sich ein erfolgsbasiertes Modell?

Ein erfolgsbasiertes Modell lohnt sich vor allem dann, wenn ein Unternehmen das Risiko einer Ablehnung nicht selbst tragen will und Planungssicherheit braucht. Da das Honorar nur bei tatsächlicher Auszahlung anfällt, entstehen keine Vorabkosten und kein finanzielles Risiko, falls ein Antrag nicht durchgeht. Das ist besonders für Startups, Scaleups und den Mittelstand attraktiv, bei denen die Förderfähigkeit einzelner Projekte zu Beginn noch im Einzelfall zu prüfen ist.

Der zweite Vorteil ist die Ausrichtung der Anreize. Wenn die Vergütung an die Auszahlung gekoppelt ist, hat der Berater ein unmittelbares Interesse an einem belastbaren, sauber dokumentierten Antrag und kein Interesse daran, aussichtslose Vorhaben einzureichen.

„Ein erfolgsbasiertes Honorar bindet die Vergütung an das einzige Ergebnis, das für das Unternehmen zählt: die tatsächliche Auszahlung. Das diszipliniert auch die fachliche Einschätzung, weil niemand ein Interesse an aussichtslosen Anträgen hat." – Marvin Vocke, Co-Founder Grantonomy

Grantonomy arbeitet zu 100 Prozent erfolgsbasiert, die Vergütung fällt ausschließlich bei tatsächlicher Auszahlung der Förderung an. Über alle bisher eingereichten Anträge liegt die Bewilligungsquote bei 100 Prozent, die durchschnittliche Fördersumme bei rund 520.000 Euro pro Unternehmen.

Welche Leistungen sind im Honorar enthalten?

Bevor die Kosten beurteilt werden können, muss klar sein, welche Leistungen ein Honorar überhaupt abdeckt. Das Verfahren zur Forschungszulage ist zweistufig: Zuerst wird über die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) eine FuE-Bescheinigung beantragt, anschließend erfolgt die Festsetzung beim Finanzamt über ELSTER. Eine vollständige Beratung deckt beide Stufen ab, von der Vorqualifizierung über die technische Projektstrukturierung und die BSFZ-Antragstellung bis zur Dokumentation gegenüber Finanzamt und BSFZ.

Ein wichtiger Unterschied liegt im Ansatz. Eine rein steuerliche Bearbeitung konzentriert sich auf die formale Abwicklung, ein technischer Ansatz prüft zuerst, ob ein Vorhaben fachlich eine echte technische Unsicherheit und Neuartigkeit aufweist. Diese inhaltliche Tiefe entscheidet häufig über Erfolg oder Ablehnung und ist der Grund, warum viele Unternehmen die Forschungszulage unterschätzen oder einen aussichtsreichen Antrag falsch aufsetzen.

Ebenso wichtig ist die Negativabgrenzung. Nicht förderfähig sind typischerweise reine Routineentwicklung, Standardanpassungen und Tätigkeiten ohne technische Unsicherheit, etwa die bloße Implementierung bekannter Verfahren oder reine Markteinführungsaktivitäten. Förderfähig sind dagegen insbesondere Personalkosten für die eigentliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie Auftragsforschung. Welche Kosten konkret ansetzbar sind, zeigt unser Beitrag zu den förderfähigen Kosten der Forschungszulage; entscheidend ist im Einzelfall die konkrete technische Unsicherheit. Ein seriöses Honorar enthält keine Vorabzahlung gegen eine pauschale Erfolgsgarantie, denn eine solche Garantie kann es rechtlich nicht geben.

Wie erkennen Sie eine seriöse Beratung?

Eine seriöse Beratung erkennen Sie weniger am Preis als an Transparenz und fachlicher Substanz. Das Vergütungsmodell sollte klar, schriftlich und ohne versteckte Zusatzkosten geregelt sein. Vorsicht ist geboten, wenn eine pauschale Erfolgsgarantie versprochen oder eine hohe Vorabzahlung ohne erkennbare Gegenleistung verlangt wird, denn beides sind typische Warnsignale.

Das zweite Kriterium ist die technische Kompetenz. Da die Förderfähigkeit an der konkreten technischen Unsicherheit hängt, sollte die Beratung Entwicklungsprojekte aus Softwareentwicklung, KI oder Maschinenbau fachlich einordnen können und nicht nur steuerlich abwickeln. Ein nachvollziehbarer Track-Record und die Bereitschaft, das Vergütungsmodell an den tatsächlichen Erfolg zu koppeln, sind weitere belastbare Indikatoren.

Wer verschiedene Anbieter strukturiert gegenüberstellen möchte, findet eine Einordnung in unserem Beitrag Forschungszulage: Die Beratungen im Vergleich. Eine Schritt-für-Schritt-Hilfe bei der Auswahl bietet der Leitfaden zur Forschungszulagen-Beratung.

Fazit

Die Kosten für einen Forschungszulage-Berater lassen sich nicht an einem einzelnen Marktpreis festmachen, sondern am Vergütungsmodell und an den enthaltenen Leistungen. Erfolgsbasierte Modelle verlagern das Risiko auf den Berater und verursachen keine Vorabkosten, während Stundensatz und Festpreis das Risiko beim Unternehmen belassen. Entscheidend ist der Nettoeffekt nach Honorar und ob die Beratung das zweistufige Verfahren aus BSFZ-Bescheinigung und Festsetzung beim Finanzamt fachlich und end-to-end abdeckt. Für kleine und mittlere Unternehmen mit echter technischer Entwicklung ist die Forschungszulage mit einer Quote von 35 Prozent ein attraktiver Hebel; die richtige Beratung sichert vor allem, dass förderfähige Projekte sauber dokumentiert und belastbar eingereicht werden.

Häufige Fragen zu den Kosten einer Forschungszulage-Beratung

Was kostet eine Forschungszulage-Beratung im Durchschnitt?

Einen festen Durchschnittspreis gibt es nicht, da die Kosten vom Vergütungsmodell und vom Projektumfang abhängen. Bei erfolgsbasierten Modellen wird das Honorar als Prozentsatz der ausgezahlten Zulage berechnet und fällt nur bei tatsächlicher Auszahlung an. Maßgeblich ist der Nettobetrag, der nach Abzug des Honorars von der Förderung verbleibt.

Was bedeutet eine erfolgsbasierte Vergütung?

Bei einer erfolgsbasierten Vergütung zahlt das Unternehmen das Honorar ausschließlich dann, wenn die Forschungszulage bewilligt und ausgezahlt wird. Vorabkosten entstehen nicht, und das Risiko einer Ablehnung trägt der Berater. Dieses Modell richtet die Anreize von Beratung und Unternehmen auf dasselbe Ziel aus.

Lohnt sich eine Beratung gegenüber dem eigenen Steuerberater?

Das hängt vom Ansatz ab, denn die Förderfähigkeit entscheidet sich an der konkreten technischen Unsicherheit eines Projekts und nicht nur an der steuerlichen Abwicklung. Eine technisch fundierte Beratung kann Entwicklungsprojekte fachlich einordnen und dokumentieren, was bei rein steuerlicher Bearbeitung oft zu kurz kommt. Im Einzelfall ist zu prüfen, welche Kombination sinnvoll ist.

Wie hoch ist die Forschungszulage für KMU?

Für kleine und mittlere Unternehmen beträgt die Förderquote 35 Prozent der förderfähigen Aufwendungen. Die Förderung ist gewinnunabhängig und kann rückwirkend für mehrere Jahre sowie für zukünftige Jahre genutzt werden. Für ab 2026 startende Vorhaben kommt eine pauschale Berücksichtigung von Gemein- und Betriebskosten hinzu.

Wann muss ich das Honorar bei erfolgsbasierten Beratern zahlen?

Bei einem rein erfolgsbasierten Modell wird das Honorar erst nach der tatsächlichen Auszahlung der Forschungszulage fällig. Wird kein Antrag bewilligt, entstehen keine Kosten. Die genauen Zahlungsbedingungen sollten vorab schriftlich festgehalten werden.

Könnt ihr die Fragen mit „Ja“ beantworten?

Ist euer Projekt Förderfähig?

✔️ Ist euer Unternehmen in Deutschland steuerpflichtig und gilt nicht als Unternehmen in Schwierigkeiten (UiS)*?

✔️ Handelt es sich bei euch um ein abgeschlossenes, laufendes oder geplantes Projekt, um ein innovatives Entwicklungs- oder Forschungsvorhaben?

✔️ Haben die Arbeiten an Ihrem Projekt nach dem 1. Januar 2022 begonnen?

✔️ Werden die Projektarbeiten von eigenen Mitarbeitenden oder von Auftragnehmern innerhalb der EU bzw. des EWR durchgeführt?

✔️ Wurde das Projekt bislang nicht durch andere staatliche Programme gefördert?

Können Sie die Fragen mit „Ja“ beantworten?

Ist euer Projekt Förderfähig?

✔️ Ist euer Unternehmen in Deutschland steuerpflichtig und gilt nicht als Unternehmen in Schwierigkeiten (UiS)*?

✔️ Handelt es sich bei euch um ein abgeschlossenes, laufendes oder geplantes Projekt, um ein innovatives Entwicklungs- oder Forschungsvorhaben?

✔️ Haben die Arbeiten an Ihrem Projekt nach dem 1. Januar 2022 begonnen?

✔️ Werden die Projektarbeiten von eigenen Mitarbeitenden oder von Auftragnehmern innerhalb der EU bzw. des EWR durchgeführt?

✔️ Wurde das Projekt bislang nicht durch andere staatliche Programme gefördert?

Könnt ihr die Fragen mit „Ja“ beantworten?

Ist euer Projekt Förderfähig?

✔️ Ist euer Unternehmen in Deutschland steuerpflichtig und gilt nicht als Unternehmen in Schwierigkeiten (UiS)*?

✔️ Handelt es sich bei euch um ein abgeschlossenes, laufendes oder geplantes Projekt, um ein innovatives Entwicklungs- oder Forschungsvorhaben?

✔️ Haben die Arbeiten an Ihrem Projekt nach dem 1. Januar 2022 begonnen?

✔️ Werden die Projektarbeiten von eigenen Mitarbeitenden oder von Auftragnehmern innerhalb der EU bzw. des EWR durchgeführt?

✔️ Wurde das Projekt bislang nicht durch andere staatliche Programme gefördert?